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Koblenz
Großfestung Koblenz - Chancen für den Freiraum

Die erhaltenen Festungsbauten der Großfestung Koblenz werden unter denkmalpflegerischen Aspekten freigelegt, gesichert und wieder zugänglich gemacht. Durch die Neugestaltung der umgebenden Freiräume entstehen neue Grün- und Erholungsorte in Koblenz.

Luftaufnahme eines alten Festungsbaus. Ein geschwungener Weg führt vom Tal zu dem Gebäude. Im Hintergrund fließt ein breiter Fluss.

Besonderheiten

  • Neue Freiraumgestaltung macht Denkmäler wieder erlebbar
  • Impuls für das Projekt resultiert aus Teilnahme am Peter-Josef-Lenné-Preis

Ausgangssituation

Die Stadt Koblenz wurde in den Jahren 1815 bis 1834 zu einer der bedeutendsten Festungsanlagen Europas ausgebaut. Das 14 Kilometer lange Festungssystem bestand aus unterschiedlichen Bauwerken, die neben den Befestigungen der Stadt Koblenz auch die Festung Ehrenbreitstein, die Feste Kaiser Franz, die Feste Kaiser Alexander zusammen mit dem Fort Großfürst Konstantin sowie das Fort Asterstein und viele weitere Bauwerke umfasste.

Heute sind davon nur noch einzelne Bauwerke erhalten. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte gerieten die Überreste aufgrund von Verwilderung und Verfall zusehends in Vergessenheit. Einzig die Festung Ehrenbreitstein, die dem Land Rheinland-Pfalz gehört, hielt die Erinnerung an Koblenz als eines der größten Festungsbauwerke Europas wach.

Projektziel

Ziel des Projekts ist es, die erhaltenen Festungsbauten der Großfestung Koblenz unter denkmalpflegerischen Aspekten freizulegen, zu sichern und wieder zugänglich zu machen. Dazu sollen die Festungsteile durch die Schaffung historischer Blickbeziehungen wieder in ihrer funktionalen und geografischen Systematik erlebbar gemacht und so in die umliegenden Quartiere integriert werden. Im Zuge dessen erfolgt auch eine Anbindung mit Informationsstelen an das städtische Leitsystem. Im weiteren Verlauf sollen die Bauwerke für spätere Nutzungen vorbereitet und erlebbar gemacht werden.

Beteiligte Akteure

  • Stadt Koblenz: Eigenbetrieb Grünflächen und Bestattungswesen, Amt für Tourismus, Wirtschaftsförderung, Untere Denkmalschutzbehörde
  • Land Rheinland-Pfalz: Oberste Denkmalschutzbehörde
  • Bauprojekt Management und Training GmbH
  • Pro Konstantin e.V., Feste Kaiser Franz e.V., Freunde und Förderer des Forts Asterstein e.V.

Geförderte Maßnahmen

  • Erster Förderabschnitt (2015)

    • Durchführung eines freiraumplanerischen Wettbewerbs
    • Vergabe Auftrag Projektmanagement
    • Durchführung einer Bürgerbeteiligung im Vorfeld des Wettbewerbs
    • Fort Asterstein: Erneuerung des Tores, Freistellen Gebäude, Ausheben Grabenanlage
    • Feste Franz: Sanierung Brüstungsmauer, Entsorgung Bauschutt und Unrat
    • Grundlagenerhebung für den Wettbewerb und Landschaftspflegerischer Begleitplan
    • Öffentlichkeitsarbeit

Zwischenergebnisse

Durch die Freiraumgestaltung wurden die Festungsteile wieder erlebbar und nutzbare Erholungsorte in Koblenz geschaffen. Dies trug dazu bei, dass die Festung wieder stärker im Bewusstsein der lokalen Bevölkerung verankert und deren Sichtbarkeit und Wahrnehmung im Stadtbild geschärft wurde. Die bauliche Instandsetzung und Nachnutzung der Gebäude nimmt noch längere Zeit in Anspruch, ebenso die bessere Anbindung an den ÖPNV und die Stadt. Inwiefern Ideen der gastronomischen, kreativen oder kulturellen Nutzung möglich sind, bleibt abzuwarten. Schon jetzt zeigt sich aber, dass die Bauarbeiten an den neuen Festungsparks viele weitere Projekte zum Erhalt der einzigartigen Anlage angestoßen haben.

Baukulturelles Erbe in Wert setzen

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