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Bebra Bahnhof Bebra – Neunutzung des Denkmals der Industriekultur und Zeitgeschichte

Luftbildaufnahme einer Siedlung. Durch die Mitte des Bildes zieht sich eine Bahntrasse. An den Gleisen in der oberen Bildhälfte sind zwei halbkreisförmige Lokdepots zu sehen. Zwischen den Bahngleisen in der Mitte des Bildes steht ein altes Bahnhofsgebäude
Land
Hessen
Stadt-/Gemeindetyp
Kleinstadt
Einwohnerzahl
13.934
Projektlaufzeit
2015–2020
Projektkosten
10.494.555 €
Bundesmittel
3.500.000 €
Kommunale Mittel
2.500.000 €
Weitere Mittel
4.494.555 €

Nach dem Verlust seiner Funktion als Grenzbahnhof wird der Bahnhof Bebra als lebendiger Ort der Erinnerung an Technik, Eisenbahnhistorie und deutsch-deutsche Geschichte revitalisiert.

Seit dem 19. Jahrhundert stellte der Bahnhof Bebra einen der herausragenden und größten Bahnknotenpunkte Deutschlands dar. Während der deutschen Teilung war er einer der wenigen Transitbahnhöfe zur DDR und nach Westberlin. Er prägte das Stadtbild von Bebra, das als Eisenbahnerstadt bekannt war. Nach der Wiedervereinigung und den Veränderungen von Verkehrsströmen ist die Bedeutung des als Industriedenkmal eingetragenen Bahnhofs heute weitgehend auf den Güterverkehr beschränkt. Wesentliche Bereiche wie zum Beispiel das Empfangsgebäude in Insellage sind als Folge davon brach gefallen.

Im Rahmen des Bundesprogramms wird der Bahnhof Bebra als Teil des städtischen Selbstverständnisses und als Identifikationspunkt gestärkt. Charakteristische Gebäude werden instand gesetzt und erhalten neue Nutzungen. Im Empfangsgebäude werden ein Ausstellungsbereich, Serviceangebote für Reisende sowie Dienstleistungsangebote und Büros untergebracht. Der Lokschuppen wurde samt Drehscheibe und Gleisfächer zu einem eindrucksvollen Veranstaltungsraum umgestaltet. So entstehen Orte, die die Erinnerung an Technik, Eisenbahnhistorie und deutsche-deutsche Geschichte lebendig halten.

Neben den technischen Anforderungen des Industriedenkmals stehen hier auch die gesellschaftlichen Aspekte der deutschen Nachkriegsgeschichte und des Kalten Krieges im Vordergrund. Die Revitalisierung des Bahnhofs soll dazu beitragen, das Gedenken an die deutsche Teilung wachzuhalten.

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