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Hoyerswerda Objekt Extrem – städtebauliche, denkmalgerechte Standortstärkung der Brikettfabrik Knappenrode

Luftaufnahme eines Industriekomplexes. Ein rotes Backsteingebäude mit großem Schornstein wird umgeben von Wald und Wasserflächen.
Land
Sachsen
Stadt-/Gemeindetyp
Mittelstadt
Einwohnerzahl
32.405
Projektlaufzeit
2015–2020
Projektkosten
2.777.777 €
Bundesmittel
2.500.000 €
Kommunale Mittel
277.777 €

Die ehemalige Brikettfabrik Knappenrode entwickelt sich zu einem kulturellen Ankerpunkt im Lausitzer Seenland. Dafür sorgen die schrittweise Öffnung der Fläche, die Nutzung des Objektes als Industriemuseum, die Errichtung eines Besucherzentrums und begleitende energetische Maßnahmen.

Die Brikettfabrik Knappenrode im gleichnamigen Ortsteil der Stadt Hoyerswerda ist eine 1993 stillgelegte Produktionsanlage in der Lausitz. Auf etwa 25 Hektar Fläche wurde das bauliche und technische Ensemble im Originalzustand zum Zeitpunkt seiner Stilllegung erhalten. Seit 1994 betreibt das Sächsische Industriemuseum das gesamte Industriedenkmal als museale Einrichtung. Es gilt als das größte Bergbaumuseum des deutschen Braunkohlebergbaus und gehört zur europäischen Route der Industriekultur.

Ziel war es, das bedeutende Industrieensemble von 1914 durch verschiedene Maßnahmen städtebaulich und denkmalgerecht zu stärken und in den Kontext der benachbarten Werkssiedlung und der Stadt Hoyerswerda einzuordnen. Die Neuordnung der Museumsbereiche durch eine räumliche Konzentration, die Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes und die Entwicklung eines Besucherleitsystems wurden mit finanzieller Unterstützung aus dem Bundesprogramm umgesetzt. Das Vorhaben wurde durch eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit begleitet.

Die inhaltliche und räumliche Verbindung der Brikettfabrik und Siedlung Knappenrode zur Stadt Hoyerswerda und zum Lausitzer Seenland unterstreichen die Rolle der regionalen Industriekultur als kulturelles Rückgrat des Lausitzer Seenlandes, das durch die Internationale Bauausstellung IBA See (2000–2010) entstanden ist. Die Eröffnung des umgestalteten Museums fand im Oktober 2020 statt.

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