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Leipzig Parkbogen Ost – Umwandlung einer stillgelegten Bahntrasse im Leipziger Osten

Ein Viadukt führt durch einen grünen Park. Auf dem Viadukt bewegen sich Fußgänger:innen und Fahrradfahrer:innen.
Land
Sachsen
Stadt-/Gemeindetyp
Großstadt
Einwohnerzahl
593.145
Projektlaufzeit
2015–2019
Projektkosten
4.950.000 €
Bundesmittel
3.300.000 €
Kommunale Mittel
1.650.000 €

Eine stillgelegte Bahntrasse wird als Fuß- und Radweg mit daran anschließenden Aktivflächen und Wegeverbindungen zwischen verschiedenen Wohnquartieren neu programmiert und so zu einem verbindenden Freiraumelement entwickelt.

Hinter der Idee zum Parkbogen Ost, die von engagierten Leipziger Bürgerinnen und Bürgern entwickelt wurde, steht die Vision, eine etwa fünf Kilometer lange, stillgelegte S-Bahn-Trasse im Osten der Stadt in ein grünes Band umzuwandeln. Die Stadt Leipzig hat die Idee aufgegriffen und zu einem "Masterplan Parkbogen Ost" weiterentwickelt. Langfristig soll ein multifunktionaler Freiraum mit Geh- und Radweg, dem sogenannten Aktivband, vom Lene-Voigt-Park bis zum Hauptbahnhof im Leipziger Osten entwickelt werden. Mit dem Projekt möchte die Stadt Defizite der Grün- und Freiraumversorgung im Quartier nachhaltig verbessern.

Auf Grundlage des Masterplans realisierte die Stadt mithilfe der Bundesförderung zwischen 2015 und 2019 erste vorbereitende Maßnahmen sowie einen Planungswettbewerb. Einen ersten wichtigen Impuls setzt zudem die Sanierung des Sellerhäuser Viaduktes als stadtbildprägendes Bauwerk sowie die Aktivierung eines breiten bürgerschaftlichen Engagements.

Mit dem zweiten Förderprojekt wird mit Unterstützung des Bundes das Aktivband in Teilbereichen gebaut sowie das städtebauliche Umfeld, die Verbindung des Parkbogens Ost in die angrenzenden Quartiere und Freiraumstrukturen aufgewertet und in Teilen renaturiert.

Im Sinne einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung wird die Gesellschaft aktiv in den gesamten Prozess eingebunden. Das Projekt soll Impulsgeber für eine behutsame Aufwertung der Quartiere werden, die sich weiterhin auf das Engagement lokaler Akteure stützt.

Neben der Qualifizierung umweltfreundlicher Mobilitätsinfrastruktur und multifunktionaler Freiraumgestaltung wird auch die Verbesserung von Biodiversität und Resilienz des Stadtquartiers adressiert. Das Projekt ist nicht zuletzt durch seinen partizipativen und prozessualen Entwicklungsansatz national wie international beispielhaft für die nachhaltige Entwicklung grüner Infrastruktur.

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