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Ulm Zukunft/Wilhelmsburg 2030 – "Die Stadt in der Festung"

Die Zitadelle aus der Vogelperspektive fotografiert, umrandet von Wald. Im Hintergrund sieht man die Stadt.
Land
Baden-Württemberg
Stadt-/Gemeindetyp
Großstadt
Einwohnerzahl
126.790
Projektlaufzeit
Seit 2020
Projektkosten
7.170.000 €
Bundesmittel
4.780.000 €
Kommunale Mittel
2.390.000 €

Die bislang kaum zugängliche Festungsanlage Wilhelmsburg wird mit kulturellen und kreativwirtschaftlichen Nachnutzungen wieder stärker in die Stadt integriert.

Die Wilhelmsburg ist Deutschlands größtes erhaltenes Festungsensemble und ein herausragendes Kulturdenkmal. Sie wurde von 1944 bis 1945 als Zwangsarbeitslager für die Kriegsproduktion genutzt und diente nach dem Krieg u. a. als Notquartier für Bürgerinnen und Bürger Ulms sowie Geflüchtete. 2011 setzte sich die Stadt Ulm das langfristige Ziel, die brachliegenden Flächen in der Wilhelmsburg nachhaltig zu beleben.

Eine Herausforderung stellt die Konversion der militärischen Großstrukturen zu einer zivilen Nutzung dar, ohne den historischen Charakter des Gebäudes zu zerstören. Um den besonderen Herausforderungen gerecht zu werden, wurden mithilfe der Bundesförderung zwischen 2015 und 2019 zwei Planungswettbewerbe durchgeführt. Neben baulichen Sofortmaßnahmen wie dem Bau einer zusätzlichen Brückenzufahrt in die Festung wurde ein Nutzungskonzept entwickelt.

Der bereits angestoßene Transformationsprozess zu einem belebten, multifunktionalen Stadtquartier unter dem Leitbild "Die Stadt in der Festung" wird mit einer zweiten Förderung fortgeführt und verstetigt. Neben dem Ausbau einzelner Bereiche sollen unter- schiedliche Akteursgruppen als Partner für die weitere Entwicklung der Burg gewonnen werden. Das Vorhaben ermöglicht durch die Umsetzung innovativer Konzepte für gemeinschaftliches, temporäres Wohnen und Arbeiten im Bereich der Kreativwirtschaft neue Impulse für die Stadtentwicklung Ulms.

Zudem soll die Burg für zusätzliche Zielgruppen wie Touristen zugänglich gemacht und Teil der Landesgartenschau 2030 werden. Durch die offene Prozessgestaltung soll die Stadtgesellschaft an dem Transformationsprozess teilhaben. Die Wilhelmsburg wird durch das Vorhaben stärker mit den angrenzenden Quartieren verzahnt und die Wahrnehmbarkeit in der Stadt verbessert.

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